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Da die therapeutischen Möglichkeiten in einer Gruppe für das spezifische Klientel sehr vielversprechend sind, wird nachfolgend das von Herr Michael Knorr konzipierte Angebot vorgestellt. Gruppengröße: mind. 5 Männer, höchstens 12 Männer Zeitrhythmus: ca. 14-tägig Anzahl der Sitzungen: 1 Vor- und 1 Abschlussgespräch mit dem Klienten u. dem/der jeweiligen GerichtshelferIn, plus 6 Gruppentermine je 2 Std. Dauer: Das Vor/Abschlussgespräch und die 6 Gruppensitzungen erstrecken sich nicht länger als über einen Zeitraum von 6 Mon. Die Gruppe ist offen, das bedeutet, neue Teilnehmer werden in die laufende Gruppe aufgenommen. Kosten: Ein Gruppenabend kostet pro Teilnehmer 10.- Euro; Ort: Männerberatungsstelle Adelheitstr. 28, Wiesbaden
Konzeption: Die Interessenten einer Gruppe, die eine Auflage zur Gruppenteilnahme erhalten haben, werden zusammen mit der jeweiligen Person, die die Kontrolle über die Auflage hat, zu einem Vorgespräch eingeladen. In diesem Gespräch werden die Kriterien zur Teilnahme an der Gruppe erörtert, deren Gegenstand die folgenden Themeninhalte sind:
die Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit dem Delikt der Gewalt wie kam "es" zur Gewalt welchen Anteil trage ich dazu bei; wie kann ich das merken in welchem Bezug steht das Delikt zu meiner Lebensgeschichte
Der Berater hat Schweigepflicht über die Inhalte und die Art und Weise wie der Klient die Themen behandelt. Der Berater gibt lediglich folgende Mitteilungen weiter, an die Person, die die Kontrolle über die Einhaltung der Auflage hat:
der Klient hat die 6 Gruppensitzungen abgeschlossen der Klient hat die Gruppe vorzeitig abgebrochen der Berater hat die Zusammenarbeit abgebrochen
Sowohl der Berater wie der Klient können jederzeit den Vertrag über die Teilnahme an der Gruppe auflösen. Der Berater löst seinen Vertrag auf, wenn der Klient sich weigert an den vereinbarten Themen zu arbeiten oder zu den Gruppensitzungen nicht erscheint. Nur wenn der Klient diesen Kriterien zustimmen kann, ist eine Teilnahme an der Gruppe möglich.
Methodik
Mit gesprächstherapeutischen Sequenzen wird das Thema der Gewalt in den Blick genommen, und in rollenspielartigen Parts wird die Eskalation, die zum Entstehen der Gewalt führt, verdeutlicht. Dabei werden die Männer auch in die Rolle der Geschädigten schlüpfen und im Rollenfeedback über deren Gefühle befragt. In gruppendynamischen Übungen haben die Teilnehmer die Möglichkeit über ihre Männer- und Frauenbilder zu reflektieren und diese in Beziehung zu setzten mit ihren Erfahrungen aus der Herkunftsfamilie. Am Ende soll ein Verstehen und eine Sensibilisierung des aggressiven Verhaltens stehen, das nicht zufällig entstand, sondern eine Folge von bisher unbekannten eigenen Mechanismen ist, über die der Klient jetzt selbst entscheiden kann, da sie bewusster ablaufen können („sein eigener Herr werden").
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